Das Wort zum Sonn-Tag im Balbach
Datum: Wednesday, 23.February. @ 21:16:43 CET
Thema: Tour-Reports


Als der Großteil der Alpen- und Alpenvorländer Sonntagmorgen verschlafen aus dem Fenster blinzelte, stand binnen Sekundenbruchteilen das Sonntagsprogramm bereits fest, und man verkroch sich schnurstracks wieder unter den warmen, weichen Daunen. Nicht so natürlich die wackeren Männer und Frauen der [spocus]-Crew und einige heroischere Rider. Denn diese liesen sich von den scheinbar widrigen Umständen und dem entmutigenden Wetterbericht nicht abschrecken und bestiegen mehr oder weniger gut gelaunt die Gondel nach Hoch-Oetz. Und da Gott seine liebsten Kinder stets belohnt (dem Tschirgant sei´s gedankt), wurden die Protagonisten Zeugen, wie die aufgehenden Sonne den pipifeinen Parcours im Balbach in würdigem Licht erstrahlen lies. Da gesellte sich zur Erleichterung natürlich gleich ne fette Portion Schadenfreude beim Gedanken an jene, denen entweder von Mama gerade die Windeln gewechselt und der Popo frisch gepudert wurde, oder von ihr bereits die zweite Kanne Tee ans Bett gebracht wurde um den Tag ohne Erfrierungen im vom polarischen Winter heimgesuchten Resteuropa zu überstehen, denn diese versäumten somit nicht nur nen genialen Tag im einzigen sonnenbeschienen Plätzchen der Alpenrepublik, sondern auch die Chance sich beim Kiten und Surfen die Sonne des Süden auf den Bauch scheinen zu lassen.

Vom Wetter inspiriert lies man´s mal gemütlich angehen, und gab den Ridern die Möglichkeit sich mal ausgiebig auf der Strecken auszutoben, bevor es knapp vor der Mittagszeit in die Quali ging. Dort fuhren dann die von Morpheus gecoachten Kids aus Fiss den meist um drei Köpfe größeren Masters um die Ohren (natürlich bildlich gesprochen, da die Kids den Masters ja meist nur bis zur Hüfte reichten). Nur der Gnade des Olympus verdankten somit einige ältere Semester ihre Finalteilnahme, denn hätte man die Youngsters in die Masterswertung mitreingenommen, so wären einige Alte Hasen statt im Finale bereits zu Hause beim sonntäglichen Kaffeekränzchen gehockt. Extrem spannend auch die Quali bei den Damen, bei der sich Urschl Wohlschlager mit absoluter Rekordzeit souverän die Finalteilnahme sicherte (am Montag haben wir zum Spaß mal den Kurs vom Ziel bis zum Start begangen, und sind knapp an Urschl´s Zeit gescheitert, dies muss jedoch an den merklich schlechteren Bedingungen im Vergleich zum Vortag gelegen haben). Sei´s drum, richtig los ging´s ja dann sowieso erst nach Landjäger und Semmel, also bei den Final Heats. Und da trennte sich gleich im Achtelfinale die Spreu vom Weizen, und es waren fast ausschließlich altbekannte Gesichter in den entscheiden Heats zu sehen. Beeindruckend bis ins Finale Ober-Russe Benni Obex, der all seine Routine und vor allem seinen Körper in die Schlacht warf, und bis ins Finale alle seine Heats dominierte. Doch bevor die Ladys und Men ihre Sieger küren konnten, gab´s vorerst mal ein Schockerlebnis für alle Beteiligten. Hatte im Semifinale der Youngsters Manuel Neururer mit nem bösen Crash am Zielkicker, bei dem er sich aus dem großen Finale und kurzfristig ins Land der Träume beförderte, noch Glück, so ging die Sache bei seinem Bruder Michael im Finale leider nicht so glimpflich aus. In der letzten Bank landete er via Fangzaun, Akja und Helikopter direkt im Krankenhaus in Zams, und da dort glücklicherweise die Ärzte wieder Entwarnung geben konnten, bald wieder in den Armen seiner erleichterten Mutter. Aber da die Familie Neururer ja über 3 Boarder-Asse verfügt, konnte sie nicht nur über den glimpflichen Ausgang der Crash-Orgie, sondern auch noch über den Sieg von Daniel jubeln, der das Finale vor Teamkollegen Martin Pregenzer und Titelverteidiger Mathias Zauner gewann, was dem Morpheus nun endlich seinen Sold sichern sollte.
Bei den Mädels sicherte sich nach einem nicht wirklich anstrengenden Arbeitstag Johanna Moser den Sieg vor Local-Hero Anna Ennemoser, nur für Platz 3 reichte es für Rekordzeithalterin Urschl Wohlschlager, die vor lauter Ärger darüber im Ziel fast die halbe Boardergemeinde niederfuhr.
Im Finale der Herren standen dann zwei alte und zwei neue Gesichter der [spocus]-Tour nebeneinander. Gerald Kerschhackl holte sich bei seinem ersten EliminatorX-Start gleich den ebensovielten Sieg, und die heroische Aufholjagt von Benni Obex, der nach verpatztem Start das Feld von hinten aufrollte, wurde noch mit Platz 2 belohnt. Peter Radacher fuhr als Dritter aufs Stockerl, und der Kärtner Wahl-Ötztaler Markus Staudacher komplettierte als Vierter das Siegerbild. „Es war alles perfekt organisiert, der Kurs ein Wahnsinn – und ich werde natürlich auch wieder in 3 Wochen in Fiss am Start stehen“, freute sich der steirische Auftaktsieger Gerald Kerschhackl vom Blue Tomato Team.
Am Sonnenplateau werden nämlich dann endgültig die Tickets für den Süden vergeben. Den Gewinnern der Ladies und der Masterswertung winken ein Kitecamp auf Rhodos von www.airtime.at und ein Surfcamp von www.PortugalSurfCamp.com bei Martin Roll(dem einzigen österreichischen Surfpro) in Ericeira incl. Flug und Unterkunft supported by Primetimetouristik. Weiters gibt es ein „ONE Wakeboardcamp presented by NOKIA“ gecoacht von den besten europäischen Wakeboardern am Jetlake bei Feldkirchen, eine Woche Aufenthalt incl. Liftticket auf der BASE in Sölden, u.v.m zu holen.

Masters:
1. Kerschhackl Gerald AUT
2. Obex Benni AUT
3. Radacher Peter AUT

Ladies:
1. Moser Hanna AUT
2. Ennemoser Anna AUT
3. Wohlschlager Ursula AUT

Youngsters:
1. Neururer Daniel AUT
2. Pregenzer Michael AUT
3. Zauner Matthias AUT

Youth Boys:
1. Wetscher Manuel AUT
2. Grabner Gerald AUT
3. Öfner Michael AUT






Dieser Artikel kommt von [spocus]
http://www.spocus.com

Die URL für diesen Artikel ist:
http://www.spocus.com/modules.php?name=News&file=article&sid=80